MDD hießen früher MAD DILLON`S DEPUTIES und sind eine echte Hagener Band.
Wenn auch im Zuge verschwindender Live-Clubs viele subkulturelle Bemühungen allgemeiner Desillusion zum Opfer fielen, lange bevor die Republik hartzvier wurde, und der viel zitierte Rock´n Roll zur künstlichen, rebellischen Pose degenerierte, scheinen sich die musikalischen Überzeugungstäter bis heute jedoch nicht danach zu richten.
Während die Ursprünge der nicht unbedingt bestaussehenden aber beherzten Feierabendkapelle bis in die frühen Achtziger mit ausschließlich eigenem Material zurückreichen, präsentiert sich der zusammen gewürfelte Haufen von Musikern unterschiedlicher Couleur nun mit einem überzeugenden Mix aus Coverstücken und rockigen Eigenkompositionen.
Die inzwischen nicht unbedingt besser aussehende aber nicht minder beherzte aktuelle Besetzung beweist dabei auch gern mal Mut zum Experiment und widmet sich neben eindeutigen Party-Krachern auch sog. musikalischen Stiefkindern, die zwar weniger bekannt sind aber den großen Hits und Klassikern in nichts nachstehen.
So breit gefächert wie das einzigartige, generationsübergreifende Altersspektrum der Akteure ist somit auch ihr Repertoire von über 50 Songs aus Rock und Pop – freilich alles sorgfältig ausgewählte Titel, die nicht nur dem Publikum, sondern auch den Musikern selbst gefallen.
Wenn dabei Demonstrationen fingerfliegender Virtuosität auch in den Hintergrund treten, steht hier der Spaß-Faktor an erster Stelle, und es wird von AC/DC bis ZZ TOP nach bestem Wissen und Gewissen eingeheizt – teilweise nah am Original, teilweise aber auch mit künstlerisch eigenständigen Interpretationen.
Der stets publikumsnah agierende Frontmann und die spürbare Spielfreude der Formation machen so MDD Konzerte immer zu einem kurzweiligen Rock´n Roll-Erlebnis.